Prof. Dr. jur. Rudolf Steinberg
Emeritierter Professor für Öffentliches Recht, Umweltrecht und Verwaltungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Klappentext
Die Demokratie ist vor allem durch Ungleichheit, Abstiegsängste sowie Globalisierung und Europäisierung gefährdet. Der Parlamentarismus ist immer weniger in der Lage, eine wirksame Verbindung von Bürgerschaft und politischem System herzustellen. Plebiszite bieten – wie ein Blick in einige Nachbarländer zeigt – kaum wirksame Abhilfe und stehen in Gefahr, mit Hilfe der neuen Medien von Populisten genutzt zu werden. Es bedarf deshalb neuer Institutionen, die das Repräsentativsystem stärken. Der Modus von Abwägungsentscheidungen könnte zu einer höheren Responsivität von staatlichen Entscheidungen führen. Neben einer Reform von politischen Institutionen ist der Zusammenhalt der Gesellschaft auf ein gewisses Maß an sozialer Empathie angewiesen.
Forschung
Öffentliches Recht, Umweltrecht, Fachplanungsrecht, Religionsverfassungsrecht und Verwaltungswissenschaft.
Mehr erfahren →Publikationen
Zahlreiche Monographien und Aufsätze, erschienen bei Nomos, Suhrkamp, Campus, Duncker & Humblot und weiteren.
Zur Übersicht →Goethe-Universität
Präsident der Goethe-Universität 2000–2008. Stiftungsuniversität, Campus Westend, drei Exzellenzcluster.
Mehr erfahren →Schwerpunkte
Die wissenschaftliche Arbeit von Rudolf Steinberg umfasst ein breites Spektrum des Öffentlichen Rechts. Zu seinen Schwerpunkten zählen das Umwelt- und Planungsrecht, in dem er mit seinem Standardwerk Fachplanung (Nomos, mehrere Auflagen) maßgebliche Beiträge geleistet hat, sowie das Verhältnis von Staat, Verfassung und Religion — ein Thema, dem er sich insbesondere seit seiner Emeritierung intensiv widmet.
Als Präsident der Goethe-Universität Frankfurt am Main gestaltete er die Transformation zur Stiftungsuniversität, den Umzug auf den Campus Westend und die erfolgreiche Teilnahme an der Exzellenzinitiative.